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Wichtiges zu den Corona-Impfungen

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Die Corona-Impfung im Überblick

Nachdem die Impfungen nun begonnen haben, möchten wir Ihnen einen Überblick (Stand 15.01.2021) geben.
(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) 

Wer darf wann geimpft werden?
Die Reihenfolge legt die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest. Die Organisation der Impfung und die Vergabe der Impftermine sind in jedem Bundesland separat geregelt. Generell gilt aber:

  • Die Corona-Impfung ist ein freiwilliger Baustein im Schutzkonzept. 
  • Die AHA-Regeln gelten nach wie vor. Das heißt: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung, am besten eine FFP2-Maske) tragen! 

Die Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums

Hier ist festgelegt, wer zuerst geimpft wird. Es gibt drei Stufen der Priorisierung, wobei die Stufe 1 bereits seit Anfang des Jahres läuft. 
Wann mit der Impfung der Personen in Stufe 2 begonnen werden kann, hängt von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab. 
Mit genügend Impfstoff für alle rechnet das Bundesgesundheitsministerium ab Juli 2021.

Stufe 1

  • Personen im Alter von 80 Jahren und älter 
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das dortige Personal
  • Personal in der ambulanten Altenpflege
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zum Beispiel bei Rettungsdiensten, in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-Patientinnen und –Patienten, als Leistungserbringer in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sowie in den Corona-Impfzentren
  • Personal, das in medizinischen Einrichtungen regelmäßigen Personen behandelt, betreut oder pflegt, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin

Stufe 2

  • Personen im Alter von 70 Jahren und älter
  • Personen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht: Das sind Menschen mit Trisomie 21, Personen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung sowie Personen nach Organtransplantationen
  • Eine enge Kontaktperson von Pflegebedürftigen aus Stufe 1 sowie von Schwangeren
  • Personen, die Menschen mit geistiger Behinderung regelmäßig stationär oder ambulant behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten und ein hohes oder erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus haben. Da sind insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasma-Spendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren

Stufe 3

  • Personen im Alter von 60 Jahren und älter
  • Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Das sind Personen mit:
    • Adipositas (Body-Mass-Index über 30)
    • chronischer Nierenerkrankung oder Lebererkrankung
    • Immundefizienz oder HIV-Infektion,
    • Diabetes mellitus, 
    • Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension,
    • zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex,
    • Krebserkrankungen
    • COPD oder Asthma bronchiale
    • Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
  • Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks und in der Justiz
  • Personen in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Personen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

 

Wie kann nun ein Impftermin vereinbart werden?

  • Hessen: Die Terminvergabe für eine Impfung erfolgt ab dem 12.01.2021 telefonisch unter 116117 oder online über den Impfterminservice in Hessen. Voraussetzung ist eine Impfberechtigung.

Die Kreise und kreisfreien Städte errichten die Impfzentren in eigener Zuständigkeit und können dabei auf Einheiten des Hessischen Katastrophenschutzes zurückgreifen.

  • Nordrhein-Westfalen: Personen ab einem Alter von 80 Jahren, die zu Hause leben, werden postalisch darüber informiert, wenn der Zeitpunkt für eine Terminvereinbarung gekommen ist.
    • Ab 25. Januar 2021 können zunächst die Personen der Stufe 1 einen Termin vereinbaren. Am besten online über die Internetseite www.116117.de 
    • oder telefonisch über die Telefonnummern 0800 116 117-01 für das Rheinland) bzw. 
      0800 116 117-02 für Westfalen.

In NRW sind die Städte und Kreise für die Organisation und Logistik der Impfung zuständig. Die Kassenärztlichen Vereinigungen des Bundeslandes kümmern sich um das medizinische Personal, die Terminvergabe und die Durchführung der Impfungen.

Impfungen in einer Arztpraxis sind derzeit nicht möglich!

 

 

 

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Übersicht der Impfstoffe (Quelle: RBB)

  • Biontech/Pfizer: Der Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 basiert auf Messenger RNA-Technologie (kurz: mRNA). Die Systematik beruht auf synthetischen Genen, die die menschlichen Zellen anregen sollen, ein Virus-Eiweiß zu bilden. 
    Ziel ist es, das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern gegen das Coronavirus anzuregen.
    Ein solcher Impfstoff kann schnell in großen Mengen hergestellt werden. Allerdings muss das Biontech-Mittel bei etwa minus 70 Grad Celsius gelagert werden. Das erschwert die Logistik deutlich. Biontech zufolge lässt sich der Impfstoff in Boxen mit Trockeneis bis zu 30 Tage im jeweiligen Impfzentrum aufbewahren oder bis zu fünf Tage in einem normalen Kühlschrank.
    Studien zufolge hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Der Wert ergibt sich daraus, wie viele Menschen in einer Studie sich nach einer Impfung noch mit dem Coronavirus infiziert haben. 
  • Moderna: Wie Biontech setzt auch Moderna auf die neue mRNA. Den Angaben zufolge ist der Impfstoff mit der Bezeichnung mRNA-1273 etwa 30 Tage lang bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad stabil und bis zu sechs Monate bei minus 20 Grad Celsius. Einer Moderna-Studie von November zufolge zeigt der Impfstoff eine Wirksamkeit von gut 94 Prozent beim Schutz vor Covid-19.
  • Astra Zeneca :Der britisch-schwedische Konzern hat zusammen mit der Universität Oxford ebenfalls einen Impfstoff entwickelt. 
    Anders als bei dem Biontech- oder Moderna-Vakzin beruht der Impfstoff auf einer eher herkömmlichen Herstellungsweise und ist ein sogenannter Vektorimpfstoff, der auf Erkältungsviren von Affen basiert. Er kann bei normalen Kühlschrank-Temperaturen gelagert und transportiert werden.

Weitere Impfstoffe, beispielsweise von Curevac, werden zeitnahe auf den Markt kommen